skip to content

Übergabe des Friedenslichts 2018

Weihnachten steht für das Licht Jesu Christi, der Gerechtigkeit und Liebe vorgelebt und so dem Frieden Gestalt gegeben hat. Auf diesem Fundament ruht der Brauch des ORF-Friedenlichts aus Bethlehem, das auch heuer auf seinem weiten Weg über Österreich wieder nach Breitenberg und Schärding kam und von hier aus in den Landkreisen Passau, Freyung-Grafenau und Regen verteilt wurde.

Die grenzübergreifende Feuerwehr-Aktion fand zum 27. Mal statt und ist eine Tradition geworden, die in der Region nicht mehr wegzudenken ist, wie Engelbert Fesl, der Vorstand der Breitenberger Wehr, bei der Begrüßung der Gäste in der vollen Pfarrkirche St. Raymund betonte. Auch ein kleines Jubiläum gab es zu feiern: Seit 25 Jahren kommt eine Abordnung der Feuerwehr Regen nach Breitenberg, um das Licht auch in den Oberen Bayerischen Wald zu bringen.

Dass diese kleine Flamme kein magisches Zeichen sei, machte Pfarrer Wolfgang Hann im Wortgottesdienst deutlich. Sie erinnere uns vielmehr an unsere Aufgabe, nach Frieden zu trachten, Frieden zu stiften. „Christus ist das Licht, es ist an uns, ihn willkommen zu heißen“, sagte der Breitenberger Pfarrer. Er appellierte an die vielen Menschen in der Pfarrkirche, Lichtbringer zu sein, damit Angst und Hoffnungslosigkeit weichen. Wie diese Aufgabe aussehen kann, machten die Jungfeuerwehrleute aus Aigen im Mühlkreis und Breitenberg auch in den Fürbitten deutlich, die sie abwechselnd vortrugen, ehe das Licht nach einem Segensgebet an die vielen Feuerwehrabordnungen und sonstigen Kirchenbesucher weitergegeben wurde.

Die Grußwortredner stellten den Dank an die Feuerwehrkameraden und das gute Miteinander der Wehren im Grenzgebiet in den Mittelpunkt. Landrat Franz Meyer betonte, dass ein Leben in Sicherheit und Freiheit nicht selbstverständlich sei, wie der Konflikt in der Ukraine oder der Anschlag vor wenigen Tagen in Straßburg zeigten. Rohrbachs Bezirkshauptfrau Dr. Wilbirg Mitterlehner appellierte, sich für ein gutes Miteinander in Familie und Gesellschaft einzusetzen. Sie lenkte den Blick zugleich auf die Europawahl im kommenden Jahr. „2019 wird für Europa entscheidend sein.“

Weihnachten als eine Zeit, um neue Wege von Mensch zu Mensch zu gehen, brachte Bürgermeister Helmut Rührl ins Gespräch. Dass das Licht des Friedens jeden Tag weitergegeben sollte, betonte Aigens Bürgermeisterin Elisabeth Höfler. Mit einer kleinen Geschichte verdeutlichte Kreisbrandrat Josef Ascher, dass Güte und Freundlichkeit stärker seien als Kraft und Gewalt. Das Friedenslicht als eine Brücke von Mensch zu Mensch und von Land zu Land skizzierte Bezirkskommandant Josef Bröderbauer. „Wir werden nicht viel zum Frieden in der großen Welt beitragen können“, sagte Aigens Kommandant Thomas Stockinger und verband damit den Appell, sich dafür umso mehr in der „eigenen kleinen Welt“ für den Frieden einzusetzen.

In seinem Schlusssegen forderte Pfarrer Hann die vielen Gläubigen in der Pfarrkirche noch einmal eindringlich auf, das Licht in einem selbst zum Leuchten zu bringen und dieses Licht weiterzugeben. Musikalisch hervorragend gestaltet wurde die Friedenslicht-Übergabe von der Breitenberger Blaskapelle. (Text: Wolfgang Krinninger; danke, dass wir ihn hier veröffentlichen dürfen.)


Kontakt    Impressum/Datenschutz