skip to content

Adventsingen zu Beginn der 'staaden Zeit'

Die PNP berichtete:
Längere Zeit hatte es in der Pfarrgemeinde Breitenberg kein Adventsingen mehr gegeben. Auf private Initiative und Anregung von Oliver Wurster, Dirigent der Blaskapelle Breitenberg, lud die Pfarrgemeinde am Samstag vor dem ersten Advent zu einer Neuauflage dieser Veranstaltung, die eine lange Tradition aufweisen kann. Die ‚Neuwelt’ler Blechbläser‘, das Harmonika-Duo ‚Anna und Franzi‘  mit ihren steirisch diatonischen, die ‚Salzweger Dirndl‘ und die ‚Stubenmusik Müller‘ konnten für diesen Abend gewonnen werden. Für die verbindenden Texte zeichnete Bürgermeister und Kreisheimatpfleger Helmut Rührl verantwortlich.
Pfarrer Wolfgang Hann betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des Advents: Er wolle wachrütteln, zugleich aber auch sensibel machen für das Kommen Jesu. Getreu diesem Leitwort gestalteten die vier Musikgruppen mit ihren Beiträgen einen beeindruckenden Abend. Das zahlreich erschienen Publikum konnte sich an verschiedenen Stilrichtungen erfreuen – einmal erfüllten die kräftig, barock anmutende Klänge der Blechbläser das Kirchenschiff, dann wieder erstaunten die klaren Stimmen der drei Salzweger Dirndl mit ihrem fein abgestimmten Dreigesang, nur begleitet von Gitarre. Die Stubenmusik Müller, bedingt durch die Instrumentierung – die Steirische etwas ungewöhnlich - und das im Namen steckende Ziel, Musizieren in der Stube, in kleineren Räumen, spielte die leisen Töne -  konzertant und gefällig, sonore, sanfte, zurückhaltende Weisen. Anna und Franzi‘ entlockten ihren Steirischen eher zurückhaltende, dahin gleitende, trotzdem aber durchaus flotte und eingängige Melodien. Alle vier Musikgruppen ergänzten sich auf das Beste und erzeugten mit ihren unterschiedlichen Klangkörpern einen beeindruckenden Spannungsbogen, der das Publikum von den ersten Tönen an in seinen Bann zog.
Die in vier Blöcke eingeteilten musikalischen Darbietungen umrahmte, besser: verband Bürgermeister Rührl mit der Auswahl seiner Texte: fast durchwegs bayerisch und doch bewusst weit entfernt von irgendwelchen Mainstream-Gefühlwelten. Er verstand es, auch durchaus kritische Anmerkungen zum Advent in Worte und Bilder zu fassen, die einprägsam und nachvollziehbar waren ohne moralisierend und belehrend zu sein.
Zum Schluss bedanke sich Oliver Wurster bei alle Beteiligten: bei den Musikern, aber auch bei den vielen Helfern, ohne die ein solcher Abend nicht durchführbar sei. Lang anhaltender Applaus war der verdiente Lohn und zeugte von einer sehr gelungenen und vor allem nachahmenswerten Veranstaltung, die mit dem gemeinsam gesungenen Lied: ‚Macht hoch die Tür‘ ihren Abschluss fand.

Kontakt    Impressum/Datenschutz